Ich kann nicht sagen, ich habe mich gut oder schlecht eingelebt. Denn ich musste mich erst gar nicht einleben.
Vermutlich, weil ich mich seit nun mehr als 4 Jahren in relativ kurzen Abständen von Ort zu Ort bewege, habe ich mich an einen stetigen Wechsel gewöhnt und benötige somit (fast) keine Anpassungszeit mehr.
Dasselbe erkannte ich im Herbst 2011, als ich meine Freunde und Freundin in Indonesien zum ersten Mal seit 1.5 Jahren wieder besuchte. Es war, als hätte ich Indonesien nie verlassen.
Neu entdeckte ich auch das Schneeschuhlaufen. Es macht mir grossen Spass, querfeldein durch den frischen Pulverschnee zu stapfen und die Hänge hinunter zu rennen.
Seit wenigen Tagen wohne ich nicht mehr in dem teuren Angestelltenzimmer für CHF 750.-/ Monat.
Nun lebe ich in einer zweier WG, zirka 10 Gehminuten vom Arbeitsort entfernt.
CHF 350.- Monatsmiete plus Nebenkosten.
Es gibt keine Heizungen. Nur einen Kachelofen in der Küche. Glücklicherweise befindet sich mein Zimmereingang direkt neben dem Ofen. Lass ich die Türe offen stehen, gelangt einiges an Wärme in meinen Schlafraum.
Bis Ende April 2012, wird hier in Graubünden mein Geldbeutel gemästet. Wie es danach weiter geht, steht noch in den Sternen.
Vielleicht mit dem Fahrrad nach Osteuropa, Nordafrika oder mit meiner Freundin umher ziehen. Andernfalls kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen, wieder einmal einen Sommer in der Schweiz zu verbringen.