Samstag, 14. Juli 2007

Reise zur Kueste

Nach Maribor verbrachte ich zwei Naechte bei einem weiteren hospitalityclub Mitglied in Celje.
Sie konnte keinen Tag frei nehmen, so streifte ich ein wenig alleine in diesem kleinen Staedtchen herum.
Da mich Staedte/Gebaeude so gut wie nicht interessieren, liess ich den Tag hauptsaechlich im Internet und in Kaffees bzw. Pub voruebergehen.

Danach brachte mich mein Fahrrad nach Ljubljana.
Nach zwei Absagen fuer einen Uebernachtungplatz entschloss ich mich auf dem Camping die Nacht zu verbringen.
Bei den Nachbarn, eine deutsche Familie, konnte ich mein Essen kochen.
Ebenfalls wurde ich von ihnen fuer die Uebarnachtung eingeladen.
Denn zuvor besuchten sie Kroatien und hatten noch Geld in der Waehrung dieses Landes.
Die relativ teure Uebernachtung kostete 11 Euro, soviel wie ich umgerechnet in Kuna erhielt.

Ljubljana durchfuhr ich nur. Ist auch nur eine groessere Stadt.
Kurz danach begann es heftig zu regnen. So suchte ich Unterschlupf in einem alten Schopf welcher dann auch zu meinem Hotel fuer die Nacht wurde.

Gestern fragte ich jemanden ob ich auf seinem Feld das Zelt aufstellen darf.
Keine Ahnung ob er mein Englisch wirklich verstand, aber ich interpretierte seine Gesten als ein: "Mir doch egal, mach was du willst".
Am naechsten Morgen wurde ich dann von einer anderen Person beim Schlaf gestoert.
War also doch nicht die Wiese des Angefragten.
Der tatsaechliche Besitzer gab mir zu verstehen, dass ich ruhig weiter schlafen soll.

Nun bin ich auf dem Weg an die Kueste Sloweniens. Das Metalcamp in Tolmin habe ich mir schlussendlich doch aus dem Kopf geschlagen.

Dienstag, 10. Juli 2007

Parken in Slowenien

Wie ich vermutete wollte/konnte ich am Freitag nicht weiter fahren.
Ich wohnte bis am Montag bei Jure, Thomaš und dem Rest der WG.
Jure zeigte mir alles Moegliche von Maribor und Umgebung.
Fragt mich irgend etwas von Maribor, ich weiss ALLES!!!
Ich sah Alpenrosen in der Stadt (auch in Slowenien wachsen sie normalerweise nur im Gebirge). Bemerkte wie einfach die Suche eines Parklplatzes ist.
Man sucht hier erst gar nicht, stellt den Wagen einfach irgendwo hin, auch wenn es mitten in der Strasse ist.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Part 2

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlichst für die
grosszügige Gastfreundschaft in Graz bedanken!
Seit heute bin ich wieder auf Achse.
Fuhr heute zum ersten mal auf dieser Reise mit Begleitung.
Der Bruder meiner Grossmutter begleitete mich auf einer Strecke von 20 Km.
Dank ihm fährt nun mein Fahrrad fast von alleine. Er zerteilte es in alle Einzelteile,
reinigte diese und sie wurden neu geölt. Etwa 8 Stunden dauerte diese harte Arbeit.
Der Schmutz haftete so sehr wie Zement.
Er wunderte sich, wie ich so bis nach Graz fahren konnte.

Dank hospitalityclub.org fand ich in Maribor (Slowenien) Unterschlupf in einer Studenten WG.
Sehr sympathische Leute!
Heute Abend werden wir noch das zwei Woche dauernde Festival in Maribor besuchen.
Werde morgen also kaum weiter fahren ;-)

P.s.
Unsere Bibliotheken könnten mindestens etwas von den Slowenen lernen.
In derjenigen wo ich mich momentan befinde werden die Besucher mit Metallica beschallt.
Wesshalb an Konzerte gehen, wenn in der Bibliothek die Post abgeht :-)

Freitag, 22. Juni 2007

Graz

Nun bin ich seit Mittwoch bei Verwandten in Graz.
Hier geht es mir wie dem König im Schlaraffenland.
Lebe alleine in einer grossen Wohnung, bekomme immer mehr als genug
zu Essen und auch die Getränke jeder Wahl werden nie zur Neige gehen.
Gestern probierte ich dann zum ersten Mal meine Hängematte aus :-)
Denn einen Garten mit Bäumen ist hier ebenfalls vorhanden.

Montag, 18. Juni 2007

Bierzelt Fest

Nach der zweiten Übernachtung im Ferienhaus in Flachau fuhr ich nach Michaelerberg.
Mein Schlafplatz fand ich hinter einer kleinen Hütte einer Bauernfamilie.
Am Abend trafen dort vier junge Leute ein und nahmen mich an ein Bierzelt Fest mit.
Mitnehmen ist das eine, zurückbringen das andere.
Auf jedenfall wurde ich irgendwie vergessen und musste so das Taxi nehmen.
Keine Ahnung wann ich schlafen ging, auf jedenfall wurde es langsam hell.
Schon um 09:00 wachte ich auf und machte mich auf den Weg nach Rottenmann.
Verkatert Fahrrad zu fahren ist kein Spass. Vorallem gegen heftigen Wind!
Aber ich fand keinen Platz um noch einige Stunden zu schlafen.
Legte mich sogar in Brennesseln.
Aber das war nicht das was ich zum einschlafen brauchte.
So klingelte ich bald an einer Bauernhoftüre.
Ich durfte bleiben.
Nach der nächsten Übernachtung,
in einem Häuschen auf einer Pferdewiese in Bruck a.d.Mur,
ging es nach Passail.
Hier lebt ein Cousin meines Vaters mit seiner Frau.

Am Mittwoch geht es dann nach Graz.

Mittwoch, 13. Juni 2007

Zufall oder Schicksal?

Dienstag & Mittwoch:
Es war wieder einmal um 19:00 Uhr und ich konzentrierte meine Augen auf eine mögliche Schlafstelle...
Da war doch ein Weg? Ich fuhr einige Meter zurück und ging den Weg, in der Hoffnung eine gerade Fläche zu entdecken, hinauf. Doch ich kam zu einem kleinen, bewohnten Häuschen.
Ich hätte drinnen schlafen dürfen, jedoch mit ihnen schon um 7:30 das Haus verlassen müssen. So entschied ich mich für ein Häuschen wo die Kinderspielsachen verstaut sind. Zum Glück bin ich so klein, ich hatte genau Platz mich zu strecken.
Nach dem Ausschlafen war die Mutter schon wieder zuhause und machte mir einen Kaffee.
P.s. Vor dieser Reise trank ich so gut wie nie Kaffee. Aber ist schon etwas friedliches am Morgen einen Kaffee zu geniessen.

Heute während einer Abfahrt löste sich wieder der vordere Gepäckträger.
Zu meinem Glück überrollte das Rad nicht die orange Kiste (welche am Packträger befestigt ist) sondern schob sie wie einen Pflug vor sich hin.
Dank dem Fahhrad von Feldkirch, hatte ich ein Teil welches ich zur erneuten Befestigung des Vorbaus benutzte. Nun sollte der Träger genügend befestigt sein.
Am späteren Nachmittag musste ich wegen einer kurzfristigen Strassensperre halten.
So kam ich mit dem Mann an der Sperre ins Gespräch. Dadurch gab er mir einen Plan zu seinen Ferienhäusern und stellte mir ein ganzes Haus zur Verfügung. (siehe Bild unten, linkes Haus)

Es ist wunderbar! Ich machte mir ein Barbecue, trank mit einem Gast ein kühles Bierchen
und bin nun im Internet. Denn draussen regnet es.
Aber auch die ruhige Lage und die Aussicht ist fantastisch.
Und dies alles nur wegen wenigen Sekunden.
Hätte ich etwa 10 Sekunden früher die Strassensperre erreicht oder hätte er nur Autos, keine Fahrräder, angehalten, wäre ich nicht hier. Zufall oder Schicksal.
Übrigens die Homepage dieses Bauerns ist unter meinen links zu sehen (Ferien auf dem Bauernhof).

Dienstag, 12. Juni 2007

Kurze Übersicht

Diesmal nur kurz was in den letzten Tagen war...
Am Samstag durfte ich bei einer Bauernfamilie in Wattens übernachten, essen und wurde am Sonntag vom Bauern zu einer Gipfelmesse der Pfadfinder eingeladen.

Am Sonntag musste ich in einem Bett in einem alten Bauernhaus mitten in Wörgl schlafen.
Die alte Hausbesitzerin wollte mich weder im Garten noch auf dem Fussboden
die Nacht verbringen lassen. Kaffee und Morgenessen gab es auch wieder.

Montag: Ich wollte unter einem Dach einer Stockwerferbahn nächtigen.
Doch die trainierenden Frauen dachten es sei besser in einem Haus zu schlafen.
So verbrachte ich die Schlafenszeit in einem grossen Wintergarten.
Morgenessen war auch schon wieder dabei!... Und Internet :-)

Samstag, 9. Juni 2007

Über den Arlberg nach Insbruck

Als ich über den Arlberg wollte, machten meine ungeübten Beine nicht mit.
So musste ich zwangsweise in Stauden (etwa 1400 m.ü.M) eine Übernachzungsmöglichkeit finden.
Ich fragte in einer Schwimmbadbar nach der Möglichkeit im Abstellraum zu schlafen.
Doch die Besitzerin wollte dies nicht.
Einige Junge Gäste vernahmen meine Frage und gaben mir den Tip, etwas ausserhalb bei einer Hütte mein Zelt aufzubauen.
Vor der Hütte stand ein Tisch mit einer Sitzbank unter einem Vordach.
Eine grosse, wasserdichte Plane befand sich ebenfalls vor der Hütte.
So nutzte ich zwei Nägel in einem Hüttenbalken um die Plane daran zu befestigen und diese über den Tisch zu spannen.
So hatte ich ein Zelt und musste meines nicht aufstellen.
Mir wurde gesagt der Besitzer hält sich momenatn in der Schweiz auf.
Dem war nicht so. Als er mit dem Auto zur Hütte kam erzählte ich ihm meine Geschichte.
"Kein Problem, ich komme dann morgens um 06:00 Uhr nochmals vorbei um zu den Schafen zu schauen." sagte er.
" Dann werde ich aber noch da sein und schlafen."
" Kein Problem, donn bleimst oinfach liegen"
Es war sehr kalt, ich hatte alle meine Kleider an, sogar zwei lange Hosen.

Am nächsten Morgen dann über den Arlbergpass und alles hinunter bis nach Silz.
Dort kam mir wieder Lukas der Reisepapst in den Sinn
"Bei schlechtem Wetter sind Sportanlagen gute Übernachtungsmöglichkeiten".
Da ich keinen zufriedenstellenden Platz für mein Zelt fand, befolgte ich diesen Rat.
Jedoch war Freitag und die Jungendlichen dieses Dorfes haltete sich ebenfalls dort auf.
Als alle für kurze Zeit die Mädels nach Hause begleiteten, kam die Polizei.
Jemand hat wegen Lärm reklamiert.
Zum Glück liesen die Jugendlichen ihre Roller beim Sportplatz.
Somit glaubten mir die Politessen, dass ich nichts mit dem zu tun habe.
Doch höhrte es sich für einen der Männer für unglaubwürdig an, dass ich mit DIESEM! Fahrrad nach Griechenland will.
So wurden noch meine Personalien kontrolliert.

Am Morgen kam die Putzfrau. Ich durfte weiter schlafen.
Es kam sogar noch besser.
Als ich aufstand servierte mir diese sehr freundliche Frau Kaffee und ein Käsesemmel.
Nach der Verabschiedung fuhr ich nach Insbruck, wo ich mich nun befinde.

P.s. Über Adressen zum Übernachten zwischen Insbruck und Graz würde ich mich sehr freuen!
Auf der Couch, am Boden oder im Garten, alles ist mir angenehm.

Übernachtung bei einem Asylanten

... nach dem letzten Beitrag fand ich schnell einen Fahrradshop.
Der Händler gab mir einige Teile um das gebrochene Stück zu ersetzen, kostenlos wohlbemerkt!
Irgend etwas passte dann auch. Nun hält es noch immer, aber ich habe es mit Kabelbinder gesichert. So stabil sieht es auch wieder nicht aus.

Nach der Reparatur für ich Richtung Arlbergpass.
Etwas ausserhalb der Stadt lag ein defektes Fahrrad im Gras. Was hat mir da Lukes, der Fahrradreise Erfahrende, mit auf den Weg gegeben?...
Genau, den Tip notwendige Gegenstände von defekten Fahrrädern abzuschrauben.
So machte ich mich an den Gepäckträger.
Kurze Zeit später sah ich jemanden beim Autostopp.
Ich wollte ihm helfen und reparierte für ihn das Rad im Gras.
Ich erfuhr, dass er ein Asylant aus der Ukraine ist er sich freuen würde mich als Gast, in seinem privaten Zimmer, willkommen zu heissen.
Auf dem Weg dorthin wurde mir klar, dass er dies aufrichtig sagte und mich nicht ausrauben, oder des Geldes wegen ausnutzen will.
So ass, trank und übernachtete ich bei ihm.
Er behandelte mich wie ein König.
Ich durfte nicht beim Abwasch helfen, musste sein Bett benutzen, während er auf einem Brett schlief, und durfte ihm nichts schenken.
Da ich nun alle Zeit der Welt habe, machte ich ihm den Vorschlag die vielen Löcher in den Zimmerwänden zu reparieren und sie neu zu malen. Ich würde die Materialkosten übernehmen.
No chance!
"Wenn du schon genügend Zeit hast, dann komm mit mir wandern. Aber nutze sie nicht zum malen." Sagte er mir.
Nicht einmal als ich ihm erklärte, ich würde tausend mal lieber das Zimmer reparieren als zu Fuss auf einen Berg steigen half.
So fuhr ich halt am nächsten Tag den Arlberg hinauf.
Das witzigste an der ganzen Geschichte ist, wir hatten uns am Anfang falsch verstanden.
Ich wollte ihm helfen von A nach B zu gelangen, er dachte ich brauche seine Hilfe um das Fahrrad nach Bludenz, wo er meinen Wohnort vermutete, zu transportieren.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Die ersten Tage

Servus, seins griesst!

Am montag fuhr ich, zum ersten Mal mit dem Fahrrad und Gepäck, über den Ricken nach Alt. St. Johann.
Ich hatte etwa doppelt so lange wie letztes Jahr.
Aber ich habe ja genügend Zeit und machte somit immer wieder kleinere Pausen.
Das Training für diese Reise findet auf der Reise statt.

Im Toggenburg konnte ich beim Grossvater eines Freundes übernachten.
Nach dem Ausschlafen schraubte ich ein wenig am Fahrrad herum und packte endlich meine 7 Sachen platzsparend (zu hause wollte ich einfach starten, keine Zeit mit Packen verbringen).
Danach ging es nach Wildhaus hinauf und hinunter nach Feldkirch.
Ich übernachtete auf einem Camping.
Wäre ich gestern in einen Internet Shop, hätte ich ein Mail entdeckt welches mich einlud, mein Zelt bei jemandem im garten zu positionieren.
Versuche in Zukunft nicht mehr auf Camping-Plätzen zu schlafen.
Am Abend laut, am Morgen laut und um die Mittagszeit muss schon alles wieder gepackt und der Platz verlassen sein.

Nun werde ich einen Fahrrad- oder Metallhändler suchen. Denn der vordere Gepäckträger hält nicht mehr. Ist notdürftig mit Kabelbinder repariert.
Zum Glück kippte der Träger in der Innenstadt, bei vorschriftlichem :-) Schritttempo,
vor das Vorderrad! Bei einer Bergabfahrt hätte es mich schrecklich über den Haufen geworfen.
Glück muss man haben.

Die Reise

Ich komme von Rapperswil-Jona (Schweiz).
Nun bin ich seit dem 04.06.2007, mit dem Fahrrad, auf dem Weg nach Graz (Österreich).
Dort werde ich Verwandte besuchen und einige Tage verweilen.

Da zwei Freunde erst auf den August kündigten, bin ich momentan alleine auf Achse.
Jedoch möchten wir uns in Kroatien treffen und zusammen die Reifen abnutzen.
Es wird dann nach Griechenland gehen.

Das sind die momentanen Pläne. Wie es am Ende sein wird, könnt Ihr hier mitverfolgen.